Donnerstag, 8. Januar 2009

Zaragosa

Ein kurzer Schwenker nach Spanien ;-)
Heute (06.01) standen Bani (dort gibt es angeblich die besten Wassermelonen) und Zaragosa auf dem Programm. Und ab heute sind wir auch wieder komplett als Gruppe unterwegs.

Der Himmel ist ziemlich bewölkt und das führt dazu, dass die Hitze ziemlich drückend ist. Ich schätze so um die 35°C. Hab gehört, dass es in Deutschland etwas kälter ist.... Deswegen will ich an dieser Stelle auch nicht wirklich klagen!

Bani ist die Partnergemeinde von Schloßborn/Schmitten. Dort haben wir eine PowerPointPräsentation gezeigt bekommen von den sozialen Projekten die da laufen. Das war sehr interessant. Vor allem die Einrichtung für behinderte Kinder. Gesellschaftlich ist das ein Tabu-Thema auf den Philippinen und man hat z. B. keine behinderten Kinder. Behinderte Kinder werden weggesperrt. Und die Pfarrgemeinde von Bani hat darin ihre Aufgabe gefunden. Den Menschen klar zu machen, dass eine Behinderung keine Schande ist und das Kind dennoch ein Kind mit Würde und von Gott geliebt ist. Es gibt sogar Integrationsklassen in der Schule.

Zaragosa gehört zu den Pfarrgemeinden die noch im Aufbau sind und die wirklich bei Null angefangen haben. Eine Ordensgemeinschaft von drei Priestern ist dort. Eine sehr arme Gemeinschaft, die aber versucht mit ihrer Situation das beste draus zu machen. Nicht nur für sich, sondern auch für die Mitmenschen drumherum. So wie die drei erzählt haben ist wirklich einige gewachsen in den letzten Jahren. Angefangen mit Gottesdiensten wo erst nur 3 Leute kamen, dann 11 und dann immer mehr - so dass heute die Kirche voll ist, wenn sonntags Messe ist. Die drei haben auch eine eigene Farm. Zu einem um den Leuten zu zeigen, was sie wie anbauen können (organisch versteht sich!) und um sich selbst zu versorgen. Sogar eine Schweinezucht haben die! Aber auch Ziegen, Hühner, Truthähne... der eine Priester ist inzwischen sogar eher Farmer und Businessman. Einen Mango-Essig hat er entwickelt (total biologisch) und den verkäuft er in Manila. Richtig erfinderisch die drei!
Etwas muss ich noch erzählen, da musste ich ja etwas schmunzeln... Da lag so ein Haufen Heu rum. Und ich fragte, ob dieser denn für die Dächer sei? Ja, aber den hätten sie gerade von den Dächern der kleinen Hütten vor der Kirche runter machen müssen, war die Antwort. Also fragte ich nach, warum denn? Dani will es ja genau wissen! Und dann kam folgendes zur Antwort: Die jungen Leute haben sich immer in diesen Hütten getroffen, und da grinste Fr. Jun, und jetzt zitiere ich: "to make sin there!" Aaaah, verstehe, jetzt da kein Dach mehr vorhanden ist, treffen sich auch keine Jugendliche mehr um unsanständige Dinge zu machen - auch eine Art von Aufklärung ;-)

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